Im Musikverein hob Rudolf Buchbinder das "Diabelli Projekt" aus der Taufe, das auf seine Initiative mit zehn Konzerthäusern von Wien bis Peking entstanden ist: Elf neue Variationen zeitgenössischer Komponisten über den Walzer von Anton Diabelli. Faszinierend, was dabei herausgekommen ist: Lera Auerbach versenkt den Ausgangswalzer in dunklem Klaviermorast; wie eine Ruine im Nebel ragt das Thema aus dem schwarzen Moor. Nach Brett Deans sich schnell verflüchtigendem Wirbelwind einer Variation wirkten die leichten, entschleunigten Pinselstriche eines Toshio Hosokawa berührend; bedrohlich tiefe Noten setzten dabei immer wieder Zäsuren. Christian Josts Beitrag klingt, als hätte sich ein experimentierfreudiger Jacques Loussier das Thema geschnappt. Philippe Manoury hat energetischen, kurz gehaltenen Pointillismus beigesteuert.... [
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